EFZ-Ansprüche - Anspruch

Hier legen Sie benutzerdefinierte EFZ-Ansprüche (= Krankenstandsansprüche) an, falls Ihr Kollektivvertrag von den gesetzlichen Bestimmungen des Angestelltengesetzes, des Entgeltfortzahlungsgeseztes bzw. des Berufsausbildungsgesetzes abweicht.

Diese Ansprüche weisen Sie einer Dienstnehmergruppe in der Maske Stammdatenmenü/Firma/Sonstiges/Vorgabewerte DN-Gruppe zu oder direkt dem Dienstnehmer in der Maske Variabler Dienstnehmerstamm im Feld "Efz".

In der Registerkarte Schema haben Sie die Möglichkeit, pro Kollektivvertrags-Einstufung benutzerdefinierte Ansprüche zu hinterlegen.

In der Registerkarte Einstellungen pro Dienstnehmer-Art  haben Sie die Möglichkeit, Freizeitunfälle für Vertragsbedienstete abzuwickeln (Regelung für Gemeinden).

Sobald Sie hier Daten erfasst haben, warten Sie diese selbst.

Dieses Beispiel wird auch abgedeckt:

Der Dienstnehmer hat folgenden Anspruch:

    23%       6 Wochen

    20%     10 Wochen

    17%     30 Wochen

  

Dann rückt er während des Jahres vor und erhält folgenden EFZ-Anspruch:

   20%       6 Wochen

   17%     10 Wochen

   14%     30 Wochen

 

Der Dienstnehmer erhält keinen neuen Anspruch wenn er vorrückt.

 

Übergreifende Felder

Nr.

Im ersten Feld vergeben Sie eine freie fortlaufende Nummer, welche Sie dann in variablen Dienstnehmerdaten (Stammdaten/Personal/Variable Dienstnehmerdaten) den Dienstnehmern zuordnen.

Beschreibung

Hier geben Sie eine Bezeichnung des Anspruches ein.

Dienstnehmerart

Mit diesem Feld übersteuern Sie den Anspruch der Dienstnehmerart im variablen Dienstnehmerstamm. Zum Beispiel: Ein Dienstnehmer hat im variablen Dienstnehmerstamm die Dienstnehmerart "AR - Arbeiter" oder "LG - Lehrling" und einen benutzerdefinierten EFZ-Anspruch, und Sie möchten dass er trotzdem einen Krankenentgeltfortzahlungsanspruch vom Angestellten erhält,  - dann geben Sie in diesem Feld die Dienstnehmerart "AN - Angestellter" und unten die Ansprüche für den Angestellten ein.

Freizeitunfall als Arbeitsunfall

Bei Aktivierung dieser Checkbox wird ein Freizeitunfall (= Unterbrechungen mit Unterbrechungsart "Freizeitunfall (i)") vom Unfallanspruch abgezogen.

ursächl. Zusammenhang

Mit dieser Checkbox definieren Sie, ob Sie beim benutzerdefiniertem EFZ-Anspruch den ursächlichen Zusammenhang bei neuen Krankheiten (=> Folgeerkrankungen aufgrund der ersten Krankheit) nutzen möchten (= aktivierte Checkbox) oder nicht (= deaktivierte Checkbox). Dies hat besonders auf die Krankenstandsberechnung von Angestellten Auswirkungen.

Wenn diese Checkbox aktiviert ist, können Sie in der Eintrittsmaske eine neue Krankheit einer alten Krankheit als "Folgeerkrankung" zuweisen. Der Krankenentgeltanspruch dieser Krankheiten wird dann "zusammengerechnet" und nicht für jede Krankheit neu vergeben.

Beispiel:
Ohne aktivierter Checkbox
würde die Krankenstandsberechnung von einem Angestelltem wie folgt aussehen:
Der Angestellte erhält 6 Wochen á 7 Tage zu 100% und 4 Wochen á 7 Tage zu 50% ausbezahlt.
1. Krankheit vom 15.01.2007 bis 26.01.2007
2. Krankheit vom 04.02.2007 bis 16.02.2007
3. Krankheit vom 20.02.2007 bis 30.03.2007
Krankenstandsberechnung:
Vom 15.01.2007 bis 26.01.2007 - 12 Tage zu 100%
Vom 04.02.2007 bis 16.02.2007 - 13 Tage zu 100%
Vom 20.02.2007 bis 08.03.2007 - 17 Tage zu 100%
Summe 100% 42 Tage
Vom 09.03.2007 bis 30.03.2007 - 22 Tage zu 50%

Mit aktivierter Checkbox
würde der Dienstnehmer pro Krankheit 6 Wochen á 7 Tage zu 100% und 4 Wochen á 7 Tage zu 50% ausbezahlt bekommen (also alle oberen 3 Krankheiten wären dann zu 100% Grundanspruch), außer Sie "hängen" die Krankheiten in der Eintrittsmaske so zusammen, dass sie zur 1. Krankheit dazu gehören.

 

Bei Krankheiten/Unfällen, die über ein Jahr dauern, keinen neuen Anspruch generieren

Durch Aktivieren dieser Checkbox definieren Sie, dass bei Krankheiten oder Unfällen, die über ein Jahr dauern, kein neuer Krankenentgeltanspruch gerechnet wird. (Beachten Sie auch die OGH Entscheidung, dass bei Arbeitern allerdings ein neuer Anspruch gerechnet werden muss).

halber Grundanspruch

Durch Aktivieren dieser Checkbox wird bei den Angestellten der halbe Grundanspruch laut § 8 Abs. 2 AnG berücksichtigt. Für das Entgeltfortzahlungsgesetz und Berufsausbildungsgesetz hat dieses Feld keine Bedeutung.

 

Felder

Type

Hier geben Sie die Entgeltfortzahlung-Anspruchsart ein. Hier die gesetzlichen Vorgaben:

Type

Anspruchsarten für Angestellte/Vertragsbedienstete

 

ANGKH100G

Krankheit - Grundanspruch

Grundanspruch 100% gem. § 8 Abs. 1 AngG

ANGKH050G

Krankheit - Hälfteanspruch

Halber Grundanspruch 50% gem. § 8 Abs. 1 und Abs. 2 AngG

ANGKHTEIL

Krankheit - Teilentgelt variabel

Variabler Teilentgelt-Anspruch für Vertragsbedienstete, bei dem Sie den Prozentsatz selbst bestimmen

ANGKH025G

Krankheit - 25%

Viertel Grundanspruch 25% gem. § 8 Abs. 2 AngG

ANGUNF100G

ANGUNF050G

ANGUNFTEIL

ANGUNF025G

Unfall - 100%

Unfall  - 50%

Unfall - Teilentgelt variabel

Unfall - 25%

 

 

Variabler Teilentgelt-Unfallanspruch für Vertragsbedienstete, bei dem Sie den Prozentsatz selbst bestimmen.

 

Anspruchsarten für Arbeiter

 

ARBKH100G

Krankheit - Grundanspruch

Grundanspruch 100% gem. EFZG

ARBKH050G

Krankheit - Hälfteanspruch

Grundanspruch 50% gem. EFZG

ARBUNF100

Unfall - 100%

 

 

Anspruchsarten für Lehrlinge

 

LEHKHEVOLL

Krankheit - Volle LE

Grundanspruch 100% gem. § 17a BAG

LEHKHEDIFF

Krankheit - Diff. zu LE

Teilentgelt gem. § 17a BAG

LEHKHFVOLL

Folgeerkrankung - voll LE

3 Tage Grundanspruch für jede weitere Arbeitsverhinderung gem. § 17a BAG

LEHKHFDIFF

Folgeerkrankung - Diff zu LE

Teilentgelt für jede weitere Arbeitsverhinderung gem. § 17a BAG

LEHUNFVOLL

LEHUNFDIFF

Unfall - volle LE

Unfall - Diff. zu LE

 

Gültig

Hier geben Sie das Gültigkeitsdatum für die Anspruchstype ein. Wenn sich die Anspruchstype ändern sollte, geben Sie in der nächsten Zeile die gleiche Anspruchstype mit einem neuen Ab-Datum ein.

Prozent

Hier geben Sie den Krankenentgeltanspruch in Prozenten ein.

Von/Bis Dienstjahre

In der ersten Spalte geben Sie die vollendete Dienstzeit in Jahren ein, ab welcher die Anspruchstype gültig ist. In der zweiten Spalte geben Sie die vollendete Dienstzeit in Jahren ein, bis zu welcher die Anspruchstype gültig ist.

Wochen

Hier geben Sie den Entgeltfortzahlungsanspruch in Wochen ein.