Aufgabe: Altersteilzeit

Ein Arbeitgeber, der ältere Arbeitnehmer beschäftigt, die ihre Arbeitszeit verringern, und diesen einen Lohnausgleich gewährt, hat Anspruch auf Altersteilzeitgeld (§ 27 (1) ALVG).

Durch das Altersteilzeitgeld soll die Aufrechterhaltung von Beschäftigungsverhältnissen älterer Arbeitnehmer gefördert werden.

Die durch den Lohnausgleich anfallenden Bruttolohnkosten inklusive der Dienstgeber- und Dienstnehmeranteile an den Sozialversicherungsbeiträgen (Kranken-, Pensions-, Unfall-, Arbeitslosenversicherung einschließlich IE-Zuschlag) werden dem Arbeitgeber auf Antrag vom Arbeitsmarktservice zum Teil bis zur Höchstbeitragsgrundlage ersetzt.

 

Anspruchsvoraussetzungen ab 1. Jänner 2004

Altersteilzeitgeld gebührt längstens fünf Jahre für Personen, die nach spätestens fünf Jahren das Mindestalter für eine Alterspension vollenden und die

Höhe des Altersteilzeitgelds

Das Altersteilzeitgeld gilt dem Arbeitgeber einen Anteil des zusätzlichen Aufwandes, der durch die Vereinbarung einer Altersteilzeit entsteht ab. Abgegolten werden

Der abzugeltende Anteil beträgt grundsätzlich 50 % des zusätzlichen Aufwandes.

 

Voraussetzungen

Um die Altersteilzeitlohnarten anzulegen sind keine Voraussetzungen notwendig.

 

Der Altersteilzeitbetrag soll wie ein Sachbezug das Jahressechstel erhöhen, DB-, DZ-, KommSt-pflichtig aber SV- und LSt (gem. § 16) frei sein. Um dies im Programm richtig zu realisieren, sind 6 Lohnarten nötig. Diese Anleitung hilft Ihnen beim Aufbau dieser 6 Altersteilzeitlohnarten für laufende und sonstige Bezüge.

Beispiel 1:
Ein Dienstnehmer erhält vor der Herabsetzung der Arbeitszeit € 3.000,-- Brutto. Die Arbeitszeit wird um 50% herabgesetzt.
Der Arbeitnehmer erhält nun vom Arbeitgeber:

Arbeitsentgelt (für 50% Arbeitszeit):  € 1.500,--
Lohnausgleich (50% von € 1.500,--):  €    750,--
(=> die Hälfte von 50%. Diesen Wert  ermittelt die Lohnart "Altersteilzeit Lohnausgleich", Schritt 4 bis 6.)
Gesamt (brutto) 75%:                      € 2.250,-- (=> dieser Wert ist nun bei der Lohn-/Gehaltslohnart zu hinterlegen, Schritt 13).

Beispiel 2:

Ein Dienstnehmer erhält vor der Herabsetzung der Arbeitszeit € 3.000,-- Brutto. Die Arbeitszeit wird um 40% herabgesetzt, der Dienstnehmer arbeitet zu 60%.
Der Arbeitnehmer erhält nun vom Arbeitgeber:

Arbeitsentgelt (für 60% Arbeitszeit):  € 1.800,--
Lohnausgleich (50% von € 1.200,--):  €    600,--
(=>  die Hälfte von 40%. Diesen Wert  ermittelt die Lohnart "Altersteilzeit Lohnausgleich", Schritt 4 bis 6.)
Gesamt (brutto) 80%:                      € 2.400,-- (=> dieser Wert ist nun bei der Lohn-/Gehaltslohnart zu hinterlegen, Schritt 13).

Der Arbeitnehmer bleibt weiterhin mit einem Brutto-Entgelt von € 3.000,-- (vor der Herabsetzung der Arbeitszeit) in der Sozialversicherung pflichtversichert.

Für die Berechnung der SV-Anteile sehen Sie unter Beispiele - das Beispiel "Altersteilzeitberechnung der SV".

 

Vorgehensweise

 

  1. In neueren LeSalaire Versionen werden Ihnen mit der Erstinstallation die SV-Pflichtigkeiten 51 und 52 für die Altersteilzeit geliefert, die die Sozialversicherung für die Altersteilzeit richtig aufteilen. Falls Sie diese nicht erhalten haben, legen Sie sie in der Maske Stammdatenmenü/Allgemein/Gesetz/SV-Pflichtigkeit wie folgt an. Die Nummer können Sie frei wählen.

Die Erhöhung für diese SV-Pflichtigkeit wird im Schritt 4 der Lohnart zugewiesen.

 

Für leitende Angestellte hinterlegen Sie eine eigene SV-Pflichtigkeit (z.B. Nr. 52), bei der der IE-Zuschlag nicht zu entrichten ist (= mit "N" hinterlegt ist).

Bei den Lohnarten geben Sie im Lohnartenstamm im Feld "SV-Pflicht-Erhöhung" (s. Schritt 4) die Nummer der Erhöhung an, z.B. bei der Lohnart Altersteilzeit Lohnausgleich die Nummer 50, damit bei Dienstnehmern mit der SV-Pflichtigkeit 1 in der Maske variable Dienstnehmerdaten auf die SV-Pflichtigkeit 51 und bei den leitenden Angestellten auf die SV-Pflichtigkeit 52 zugegriffen wird.

Berücksichtigen Sie auch die gesetzliche Änderung ab 01.2007, bei der der Verwaltungsgerichtshof entschieden hat, dass bei Altersteilzeit der Dienstnehmer den gesamten KU-Beitrag und den Dienstnehmeranteil an WF zu tragen hat. Bis 12.2006 ist deswegen die SV-Pflichtigkeit zu verwenden, bei der der Dienstgeber den gesamten KU- und WF-Beitrag entrichtet.

 

  2. Suchen Sie sich eine freie Lohnartennummer. Sollten Sie mit Nummernkreisen arbeiten, wählen Sie eine freie Nummer in einem Bereich, in den die Lohnart logisch passt.

Achten Sie auch darauf, dass die Lohnarten am Lohn-/Gehaltszettel sortiert nach Nummern ausgegeben werden.

 

  3. Öffnen Sie abhängig von ihren Anforderungen den Lohnartenstamm auf der entsprechenden Ebene.

Wenn die Berechnung für alle Dienstnehmer der Firmengruppe die selbe ist, öffnen Sie Stammdaten/Lohnarten/Firmengruppe.

Dies wird von Lohn & HRin den meisten Fällen empfohlen.

 

Wenn Sie die Lohnart nur für die eine Firma anlegen wollen, öffnen Sie Stammdaten/Lohnarten/Firma.

 

Wenn die Lohnart nur für eine Dienstnehmergruppe Hauptgruppierung der einzelnen Dienstnehmer in LeSalaire. Anhand der Dienstnehmergruppe können viele Einstellungen der Firma gesteuert werden. So gibt es zum Beispiel die Möglichkeit Lohnarten auf der Ebene der Dienstnehmergruppen anzulegen. Eine Gruppierung könnte z.B. Arbeiter, Angestelle, Lehrlinge Arbeiter, Lehrlinge Angestellte sein. vorgesehen ist öffnen Sie Stammdaten/Lohnarten/Dienstnehmergruppe.

 

Natürlich kann die Berechnung auch noch mit Hilfe von Formeln beeinflusst werden.

 

  4. Die Lohnart "Altersteilzeit Lohnausgleich" errechnet den Lohnausgleich. Diese Lohnart legen Sie sowohl für laufende als auch für sonstige Bezüge wie folgt an:

Altersteilzeit Lohnausgleich für laufende Bezüge:

Aliquotierung:

L

Aliquotierung laufende Bezüge

Vorzeichen:

D

Lohnart ist ein Durchläufer

Exekutionsgruppe:

L

Beschränkt pfändbare laufende Bezüge

Defaultgültigkeit:

0

Jedes Monat

Betragsteiler:

10000

Nur sv-pflichtig

Betrags-Bewertung Art:

EIN

Dieser Wert wird im Schritt 6 durch eine Formel ersetzt.

Folgelohnart Lohnart die automatisch nach einer anderen Lohnart vom Programm generiert wird, z.B. bei 2 Lohnarten Überstundengrundlohn und Überstundenzuschlag kann die Lohnart Überstundenzuschlag als Folgelohnart von Überstundengrundlohn definiert werden. Eine Folgelohnart setzen Sie im Menüpunkt Stammdatenmenü/Lohnarten/Firmengruppen-/Firmen- oder Dienstnehmergruppen im Feld "Folgelohnart".:

 

Als Folgelohnart geben Sie die Lohnart "Altersteilzeit SV-frei lfd." ein, die Sie im Schritt 7 anlegen.

SV-Pflicht-Erhöhung

50

Durch diese Erhöhung wird auf die SV-Pflichtigkeit 51 bzw. 52 zugegriffen.

FiBu:

 

Tragen Sie das Aufwandskonto für die Altersteilzeit ein.

Kostenrechnung:

A

Die Abgaben der Lohnart fließen in die Kostenrechnung.

SV-Ausschluss

 

Tragen Sie hier für alle firmeneigene Gebietskrankenkassen und BVA Versicherungen die Beitragsarten "A3", "A2", "A1" mit 0 ein.

 

Altersteilzeit Lohnausgleich für sonstige Bezüge:

Aliquotierung:

S

Aliquotierung Sonderzahlung, bzw. die gleiche Aliquotierung wie bei Ihrer Sonderzahlungslohnart

Vorzeichen:

D

Lohnart ist ein Durchläufer

Exekutionsgruppe:

14

Beschränkt pfändbarer 14. Bezug

Defaultgültigkeit:

0

Jedes Monat

Betragsteiler:

20000

Nur sv-pflichtige Sonderzahlung

Betrags-Bewertung Art:

EIN

Dieser Wert wird im Schritt 6 durch eine Formel ersetzt.

Folgelohnart:

 

Als Folgelohnart geben Sie die Lohnart "Altersteilzeit SV-frei SZ" ein, die Sie im Schritt 7 anlegen.

SV-Pflicht-Erhöhung

50

Durch diese Erhöhung wird auf die SV-Pflichtigkeit 51 bzw. 52 zugegriffen.

FiBu:

 

Tragen Sie das Aufwandskonto für die Altersteilzeit ein.

Kostenrechnung:

A

Die Abgaben der Lohnart fließen in die Kostenrechnung.

SV-Ausschluss

 

Tragen Sie hier für alle firmeneigene Gebietskrankenkassen und BVA Versicherungen die Beitragsarten "A3", "A2", "A1" mit 0 ein.

Die restlichen Felder füllen Sie nach Bedarf aus und speichern Sie die Lohnart.

 

Beispiel für die Lohnart Altersteilzeit Lohnausgleich für laufende Bezüge:



In der Registerkarte SV-Ausschluss tragen Sie aufgrund gesetzlicher Änderungen ab 07.2008 mit der AV-Staffelung im Niedriglohnbereich für alle firmeneigene Gebietskrankenkassen und BVA Versicherungen die Beitragsarten "A3", "A2", "A1" mit 0 ein.
Beispiel:

 

  5. Formel für die Lohnart Altersteilzeit Lohnausgleich anlegen (Stammdatenmenü/Lohnarten/Bewerten ...)

Für die Erkennung der Altersteilzeit beim Dienstnehmer wird ein

Beschäftigungsfaktor (z.B. 50%, 60%)

verwendet, den Sie dem Dienstnehmer in der Maske Persönliche Sätze zuweisen.

Hier benötigen Sie auch zwei Formel - eine für die Lohnart Altersteilzeit Lohnausgleich laufende Bezüge und eine für die Lohnart Altersteilzeit Lohnausgleich Sonderzahlung.

 

Formel bei Verwendung des Beschäftigungsfaktors:

Formelwert

Persönlicher Satz für den Beschäftigungsfaktor

Operator

>

Bedingung

0

Richtig

herabgesetztes Lohn bzw. Gehalt auf den Lohnausgleich runterrechnen

Falsch

0

 

Beispiel: Die Formel überprüft ob ein Persönlicher Satz 400 vorhanden ist (= der Dienstnehmer arbeitet weniger als zu 100%), wenn ja, rechnet die Formel das bereits herabgesetzte Lohn/Gehalt auf den Lohnausgleich runter

PS400: Dieser Persönliche Satz ist die Auszahlung der Altersteilzeit in Prozent, z.B. 80 bei einer Herabsetzung der Arbeitszeit auf 60%. Diesen weisen Sie dem Dienstnehmer zu, wenn er weniger als 100% arbeitet.
MBA400: In dieser Monatsbasis hinterlegen Sie alle Lohnarten, die für die Altersteilzeit auf den Lohnausgleich herabgesetzt werden sollen (z.B. Lohn/Gehalt, Überstundenpauschale).
PS401: Dieser Persönliche Satz ist die Differenz auf 100%, z.B. bei einer Herabsetzung der Arbeitszeit auf 60%, erhält der Dienstnehmer 80% seines ursprünglichen Bezugs, und bei diesem Persönlichen Satz hinterlegen Sie den Wert 20 (= 100-80).
Gegenprobe siehe Beispiel 1 und 2, Herabsetzung der Arbeitszeit auf
50%:                                                                                                                 60%:
2.250 / 75 * 25 = 750                                                                                      2.400 / 80 * 20 = 600

 

  6. Tragen Sie diese Formel nun bei den, im Schritt 4 angelegten Lohnarten "Altersteilzeit Lohnausgleich" bei der Betrags-Bewertungsart ein.

 

  7. Die 1. Folgelohnart "Altersteilzeit SV-frei" legen Sie auch sowohl für laufende als auch für sonstige Bezüge wie folgt an:

Altersteilzeit SV-frei für laufende Bezüge:

Aliquotierung:

L

Aliquotierung laufende Bezüge

Vorzeichen:

D oder N

Lohnart ist ein Durchläufer

Exekutionsgruppe:

U

Lohnart ist unpfändbar

Defaultgültigkeit:

0

Jedes Monat

Bewertung:

S

Lohnart wird zum Schluß bewertet

Betragsteiler:

1101

SV-freier Bezug

Betrags-Bewertung Art:

EIN

Dieser Wert wird im Schritt 9 durch eine Formel ersetzt.

Folgelohnart:

 

Als Folgelohnart geben Sie die Lohnart "Altersteilzeit einb. SV lfd." ein, die Sie im Schritt 10 anlegen.

SV-Pflicht-Erhöhung

 

Hier brauchen Sie keine SV-Pflicht-Erhöhung eingeben.

FiBu:

 

Tragen Sie das Aufwandskonto für die Altersteilzeit ein.

Kostenrechnung:

A

Die Abgaben der Lohnart fließen in die Kostenrechnung.

 

Altersteilzeit SV-frei für sonstige Bezüge:

Aliquotierung:

S

Aliquotierung Sonderzahlung, bzw. die gleiche Aliquotierung wie bei Ihrer Sonderzahlungslohnart

Vorzeichen:

D oder N

Lohnart ist ein Durchläufer

Exekutionsgruppe:

U

Lohnart ist unfpändbar

Defaultgültigkeit:

0

Jedes Monat

Bewertung

S

Lohnart wird zum Schluß bewertet

Betragsteiler:

1140

SV-freie Sonderzahlung

Betrags-Bewertung Art:

EIN

Dieser Wert wird im Schritt 9 durch eine Formel ersetzt.

Folgelohnart:

 

Als Folgelohnart geben Sie die Lohnart "Altersteilzeit einb. SV SZ" ein, die Sie im Schritt 10 anlegen.

SV-Pflicht-Erhöhung

 

Hier brauchen Sie keine SV-Pflicht-Erhöhung eingeben.

FiBu:

 

Tragen Sie das Aufwandskonto für die Altersteilzeit ein.

Kostenrechnung:

A

Die Abgaben der Lohnart fließen in die Kostenrechnung.

Die restlichen Felder füllen Sie nach Bedarf aus und speichern Sie die Lohnart.

 

Beispiel für die Lohnart Altersteilzeit SV-frei für laufende Bezüge:

 

  8. Formel für die Lohnart Altersteilzeit SV-frei anlegen (Stammdatenmenü/Lohnarten/Bewerten ...)

Hier benötigen Sie auch zwei Formel - eine für die Lohnart Altersteilzeit SV-frei laufende Bezüge und eine für die Lohnart Altersteilzeit SV-frei Sonderzahlung. Die Formel errechnen die SV-Anteile des Dienstnehmers, die der Dienstgeber übernimmt.

Formel für die Lohnart Altersteilzeit SV-frei laufende Bezüge:

Formelwert

ABR_SVLB_DGTDNA

Operator

 

Bedingung

 

Richtig

 

Falsch

 

 

Formel für die Lohnart Altersteilzeit SV-frei sonstige Bezüge:

Formelwert

ABR_SVSZ_DGTDNA

Operator

 

Bedingung

 

Richtig

 

Falsch

 

Beispiel für die Formel für laufende Bezüge:
Für sonstige Bezüge können Sie die Formel z.B. ALTTZSZ benennen.

 

  9. Tragen Sie diese Formel nun bei der, im Schritt 7 angelegten Lohnarten bei der Betrags-Bewertungsart ein.

 

10. Tragen Sie bei der im Schritt 4 angelegten Lohnart "Altersteilzeit Lohnausgleich laufende Bezüge" die Lohnart "Altersteilzeit SV-frei laufende Bezüge" (im Schritt 7 angelegt) als Folgelohnart ein. Tragen Sie bei der im Schritt 4 angelegten Lohnart "Altersteilzeit Lohnausgleich Sonderzahlung" die Lohnart "Altersteilzeit SV-frei Sonderzahlung" (im Schritt 7 angelegt) als Folgelohnart ein.

 

11. Die 2. Folgelohnart "Altersteilzeit einb. SV" legen Sie auch sowohl für laufende als auch für sonstige Bezüge wie folgt an:

Altersteilzeit einb. SV für laufende Bezüge:

Aliquotierung:

L

Aliquotierung laufende Bezüge

Vorzeichen:

D oder N

Lohnart ist ein Durchläufer

Exekutionsgruppe:

U

Lohnart ist unpfändbar

Defaultgültigkeit:

0

Jedes Monat

Bewertung:

S

Lohnart wird zum Schluß bewertet

Betragsteiler:

83

einbehaltene SV laufend

Betrags-Bewertung Art:

FOALTTZ

Diese Formel für laufende SV haben Sie im Schritt 8 angelegt

Faktor

-1

Der Wert der Lohnart wird mit -1 multipliziert

Folgelohnart:

 

Hier brauchen Sie keine Folgelohnart eingeben.

SV-Pflicht-Erhöhung

 

Hier brauchen Sie keine SV-Pflicht-Erhöhung eingeben.

FiBu:

 

Tragen Sie das Aufwandskonto für die Altersteilzeit ein.

Kostenrechnung:

A

Die Abgaben der Lohnart fließen in die Kostenrechnung.

 

Altersteilzeit SV-frei für sonstige Bezüge:

Die restlichen Felder füllen Sie nach Bedarf aus und speichern Sie die Lohnart.

Aliquotierung:

S

Aliquotierung Sonderzahlung, bzw. die gleiche Aliquotierung wie bei Ihrer Sonderzahlungslohnart

Vorzeichen:

D oder N

Lohnart ist ein Durchläufer

Exekutionsgruppe:

U

Lohnart ist unpfändbar

Defaultgültigkeit:

0

Jedes Monat

Bewertung:

S

Lohnart wird zum Schluß bewertet

Betragsteiler:

84

einbehaltene SV Sonderzahlung

Betrags-Bewertung Art:

FOALTTZSZ

Diese Formel für SV Sonderzahlung haben Sie im Schritt 8 angelegt

Faktor

-1

Der Wert der Lohnart wird mit -1 multipliziert

Folgelohnart:

 

Hier brauchen Sie keine Folgelohnart eingeben.

SV-Pflicht-Erhöhung

 

Hier brauchen Sie keine SV-Pflicht-Erhöhung eingeben.

FiBu:

 

Tragen Sie das Aufwandskonto für die Altersteilzeit ein.

Kostenrechnung:

A

Die Abgaben der Lohnart fließen in die Kostenrechnung.

 

 

Beispiel für die Lohnart Altersteilzeit einbehaltene SV für laufende Bezüge:

 

12. Tragen Sie bei der im Schritt 7 angelegten Lohnart "Altersteilzeit SV-frei laufende Bezüge" die Lohnart "Altersteilzeit einb. SV laufende Bezüge" (im Schritt 11 angelegt) als Folgelohnart ein. Tragen Sie bei der im Schritt 7 angelegten Lohnart "Altersteilzeit SV-frei Sonderzahlung" die Lohnart "Altersteilzeit einb. SV Sonderzahlung" (im Schritt 11 angelegt) als Folgelohnart ein.

 

13. Zum Schluß vermindern Sie die Lohnarten Lohn/Gehalt, Überstundenpauschale, Sonderzahlung usw. auf die tatsächliche Auszahlung der Altersteilzeit, beim Beispiel 1 sind es 2.250,-- Euro und beim Beispiel 2 2.400,--. Die Kürzung können Sie natürlich händisch vornehmen oder mit einer Formel die überprüft ob der Dienstnehmer in der Altersteilzeit ist.

 

Beispiel:
Vermutlich haben Sie bei den Lohnarten Lohn/Gehalt bereits eine Formel für die Aliquotierung für die Teilzeitkräfte im Feld "Betrags-Bewertung Art" hinterlegt, in diesem Beispiel die Formel TZ.

Diese Formel wird weiter so umgebaut, dass sie überprüft ob der Dienstnehmer in der Altersteilzeit ist (ob er einen Persönlichen Satz 400 hat), wenn ja, dann wird der Lohn/Gehalt auf diesen Persönlichen Satz runteraliquotiert.

PS001: In diesem Persönlichen Satz sind die Wochenstunden des Dienstnehmers hinterlegt, wenn er nicht vollbeschäftigt ist. In der Altersteilzeit geben Sie hier die tatsächlichen Wochenstunden ein, die der Dienstnehmer arbeitet, z.B. bei einer 40 Stunden Woche und Herabsetzung der Arbeitszeit auf 50% geben Sie beim Persönlichen Satz 20 ein.
PARAMETER1: Hier wird der Wert aus der Formel "GRUNDB" aus dem 2. Feld bei "Betrags-Bewertung Art" herangezogen. Das ist in diesem Beispiel der volle Lohn/Gehalt, z.B. 3.000,--
GS001: In diesem Firmengruppensatz sind die Wochenstunden der Firmengruppe hinterlegt, wenn der Dienstnehmer voll beschäftigt ist. Sie können hier auch einen Firmensatz hinterlegen.

Formel TZ1:

PS400: Dieser Persönliche Satz ist die Auszahlung der Altersteilzeit in Prozent, z.B. 80 bei einer Herabsetzung der Arbeitszeit auf 60%. Diesen weisen Sie dem Dienstnehmer zu, wenn er weniger als 100% arbeitet. Dieser wurde für die Formel im Schritt 5 angelegt.
PARAMETER1: Hier wird der Wert aus der Formel "GRUNDB" aus dem 2. Feld bei "Betrags-Bewertung Art" herangezogen. Das ist in diesem Beispiel der volle Lohn/Gehalt, z.B. 3.000,--
PS401: Dieser Persönliche Satz ist die Differenz auf 100%, z.B. bei einer Herabsetzung der Arbeitszeit auf 60%, erhält der Dienstnehmer 80% seines ursprünglichen Bezugs, und bei diesem Persönlichen Satz hinterlegen Sie den Wert 20 (= 100-80).
Gegenprobe der Formel TZ1 siehe Beispiel 1 und 2, Herabsetzung der Arbeitszeit auf:
50%                                                      60%

3.000 / 100 * 25 = 750                     3.000 / 100 * 20 = 600
Gegenprobe der Formel TZ siehe Beispiel 1 und 2, Herabsetzung der Arbeitszeit auf:
50%                                                       60%

3.000 / 40 * 20 + 750 = 2.250        3.000 / 40 * 24 + 600 = 2.400

 

Vorgehensweise bei Verwendung der Nachzahlung aus Vorjahr

(in der Maske Stammdatenmenü/Firma/Parameter/Firmenparameter - sind Felder "Abrechnung ab" und "Aufrollung ab" gefüllt)

Bei der Verwendung der Nachzahlung aus Vorjahr beachten Sie diesen Punkt:

Beispiel:
Ursprünglich wurde für das Monat 12.2006 die Altersteilzeit wie folgt abgerechnet:


Danach wurde mit der 01.2007 Abrechnung der Monat 12.2006 so aufgerollt,
dass bei der Lohnart Gehalt 225,-- Euro, und bei der Lohnart Altersteilzeit 75,-- Euro nachgezahlt wurden
(= Nachzahlung aus Vorjahr).
Das Monat 12.2006 sieht nach der Nachzahlung aus Vorjahr wie folgt aus:


Der Monat 01.2007 sieht nach der Nachzahlung aus Vorjahr wie folgt aus:

 

Um die Monate 12.2006 und 01.2007 zu korrigieren, gehen Sie wie folgt vor:
1. Geben Sie in der Lohnartenzuordnung die Lohnart mit dem Betragsteiler 83 (SZ: 84) - in unserem Beispiel die Lohnart 402 mit dem, im Vorjahr ursprünglich abgerechneten Wert ein (im betroffenen Monat der im Vorjahr aufgerollt wird) - in unserem Beispiel mit 127,51. Danach sieht der Monat 12.2006 wie folgt aus:


2. Geben Sie die neu angelegte Lohnart mit Betragsteiler 85 (in diesem Beispiel die Lohnart 403) im betroffenen Monat des laufenden Jahres mit Minusbetrag, der bei der Lohnart mit Betragsteiler 83 (SZ: 84) nachgezahlt wird - in unserem Beispiel 140,25 - 127,51 = 12,74, ein. Danach sieht der Monat 01.2007 wie folgt aus:

 

 

Themen

Gesetzesänderung 07.2008 - AV-Staffelung - Bedeutung für Altersteilzeit

Beispiel

Altersteilzeitberechnung der SV